FILM IS NOT DEAD – meine Notizen zur analogen Fotografie + Buchtipp!

Letzte Woche zeigte ich wieder analoge Bilder. Diese Portraits kamen ziemlich gut an (beim Model, bei Euch und auch bei mir), was mich außerordentlich freute. Danke an dieser Stelle für die Feedback, Kommentare und Features. Mich erreichten auch einige Fragen zur analogen Fotografie. Ich greife diese mal in diesem Post auf und versuche sie soweit wie möglich zu beantworten.

Ich muss dazu sagen – ich fotografiere super gerne analog, aber deswegen bin ich immer noch kein Pro. Da gibt es andere, die es viel, viel, viel besser drauf und viel mehr Ahnung von der Materie haben. Aber wie so oft im Leben muss man ja nicht alles wissen, man muss nur wissen, wo man die Antworten auf seine Fragen findet. ;)

Vorab – WARUM ANALOG? Ich bin niemand der sag, auschließlich digital oder ausschließlich analog – ich mag beides und beides hat seine Daseinsberechtigung. Ich möchte keine Auftragsarbeit analog fotografieren ;) – zusätzlich zu den digitalen Fotos – gerne. :) Ich mag Film, ich mag den Look der analogen Bilder – körnig, nicht so glatt und perfekt, eben irgendwie echter und intensiver. Ich mag diese andere, langsame, langlebige und bewusste Art zu fotografieren. Das ist aber nur mein persönliches Empfinden und mein Antrieb.

Als erstes – KAMERAS! Ganz oft kam die Frage „Warum die Contax?“ oder die Äußerung „na bei den Preisen lass ich es lieber“. Ja die Contax ist teuer, aber da bestimmt mittlerweile nur noch die Nachfrage die Preise. Die Contax wird nicht mehr produziert und so  stehen natürlich nur Kamerars zum Verkauf, die bei Fotografen und in so manchen Haushalten im Umlauf sind. Aber das ist ja bei jeder älteren Kamera so, nur manche sind mehr und die anderen weniger beliebt.

Doch man braucht keine Contax und keine Hasselblad um anzufangen. Alles Quatsch – ich habe auch nicht mit dem teueren Kram angefangen. Da gibt es so viele analoge Kameras, fragt die Eltern, Opas, Omas, Bekannte oder eben google. :) Leider habe ich keinen Großvater oder fotointeressierte Verwandte, so konnte ich mich nur an Onkel eBay wenden.

Meine erste Analoge war die Lubitel166+ – nein stimmt nicht, da war doch noch die alte Minolta – damals als ich noch jung war und keine Ahnung vom Fotografieren und keine Geduld mich damit zu befassen hatte. Doch ich war jung und brauchte das Geld, so landete das gute Stück irgendwann mal bei eBay. Zurück zur Lubitel – keine richtig alte Kamera – ein günstiger China-Plastiknachbau der alten russischen Lubitel. Neupreis ist relativ hoch für die Plastikkamera, gebraucht geht diese bei eBay für viiiieeel weniger über den virtuellen Ladentisch.
Wie man HIER und HIER sieht, kann man damit auch schon tolle Fotos machen.
Eine ganz gute Alternative ist vielleicht auch ein alter analoger Canon- oder Nikon-Body – so könnt ihr auch Eure Objektive weiter verwenden. Stöbert einfach auf den Dachböden eurer Verwandschaft (fragt aber vorher nach erlaubnis ;D ) oder im Internet und Ihr findet schon irgendwas, was zu Euch passt.

Je nach dem wie alt eure Kamera ist, ist sie auch unterschiedlich ausgestattet, nimmt ihr einen relativ neueren Canon-/Nikon-Body, so funktioniert alles so ziemlich wie bei eurer Digitalen nur dass Ihr nicht auf einen Sensor sondern auf Film belichtet. Spielt einfach rum – kauft euch billigen Film im Supermarkt oder Drogeriemarkt und „lörnt bei duing“ – sowieso beste Lernmetode ever – ihr könnt lesen und Netzberichte bis zum Erbrechen studieren und werdet höchstens Theoretiker – machen ist die Devise. ;)

Zum Film – Achtung es folgen Infos für absolute Analognoobs, die die Ahnung haben scrollen weiter, schauen sich lieber meine Bilder an oder lesen die DOCMA ;) – Es gibt 2 unterschiedliche Formate, als erstes ist da Kleinbild – 135er Format – 24×36 mm, äquivalent zum digitalen Vollvormatsensor – naja eher umgekehrt, da das Huhn (Analogfotografie) ja doch vor dem Ei (Digitalfotografie) da war. Na moment mal – Huhn oder Ei – was war denn nun zuerst da? Angenommen es wäre das Ei, dann müsste das Ei eine Lochkamera sein. Es ist spät/früh – ich sollte schlafen gehen.

Weiter – dann hätten wir noch das Mittelformat – die Filmkennzeichnung 120 oder 220 – btw: gibt es die die 220er Filme überhaupt noch? Meiner Meinung nach sehr selten und nur bei bestimmten Händlern – die Nachfrage ist wohl nicht so hoch. Der Unterschied besteht nur in der Länge der Filmrollen. Auf den 220er Film passen mehr Fotos, wisst ihr noch wie früher der 24er und der 36er Film. Da fällt mir jetzt aber was ein – meine Eltern haben noch irgendwo so eine Olympus µ rumliegen. Ob sie noch geht? Die war damals ziemlich cool, damals als man noch einen Knopf gedrückt, die Kamera weggelegt hat und das Erbebnis nie in Frage gestellt hat. Hätte mir damals mal einer erzählt, dass ich eine regelrechte Analog-Kamera-Sucht entwickle und meine ich muss für jedes Format eine passende im Haus haben – schon krank oder? Da wäre ich auch schon wieder beim Format – es gibt unterschiedliche Mittelformat-Formate (ich bilde einfach meine eigenen Wortkreationen ;D) 6×4,5cm, 6x6cm, 6x7cm, 6x9cm und ich meine auch ein paar Exoten belichten auch auf 6x12cm (yeah – ganz schön viel Negativ für ein Bild). Verzeiht mir, wenn ich was vergesse, das hier ist reines Google-Wissen. ;)

Da gibt es natürlich auch noch Großformat … hach <3 …, Polaroid und andere Instant-Kameras/Filme … doppel-hach <3 <3 … aber das lass ich mal außen vor, weil ich mich mit dem ersten noch gar nicht beschäftigt habe und das 2. noch mal ein Thema für sich ist und ich dazu vielleicht irgendwann mal was schreibe. Vielleicht aber auch nicht. Denn das ist eigentlich unnötig. Fragt Google. ;)

Was ist noch wichtig – Autofokus – den könnt Ihr knicken – die meisten Kameras ham sowat nisch! Übt manuell zu fokussieren, das ist einfacher als man denkt.

Belichtungsmessung: es gibt Kameras mit eingebautem Belichtungsmesser (wie auch zb. die Contax) wie ich aber auch festgestellt habe, taugt dieser nicht viel. Es gibt aber viel bessere Alternativen – für den Anfang nimmt man vielleicht eine der vielen verfügbaren Spartphone-Apps (wie z.B. die „Luxmeter“ oder „Lightmeter“ für den iPhone) ansonsten einen analogen oder digitalen Belichtungsmesser – schaut euch bei GOSSEN oder SEKONIK um. Dieses und dieses Gerät wäre evtl. preislich ein guter Tipp für einen digitalen Belichtungsmesser, der einigermaßen kompakt ist, ansonsten gilt auch hier: eBay oder Opas Schatzkiste für analoge Belichtungsmesser.

Dann kam ganz oft die Frage, ob ich auch selbst entwickle und wie usw. Leute, ich muss zur meiner Schande gestehen, dass ich von diesem Teil der analogen Fotografie keine Ahnung habe und der mich recht wenig interessiert. Ich gebe die Filme nach der Belichtung ins Labor und lass sie machen, damit spare ich mir natürlich auch einen Arbeitsschritt und – ganz wertvoll – Zeit! Außerdem ist Outsourcing ja wirtschaftlich gesehen total dufte! :)

Falls ihr eine Empfehlung haben wollt – HSL digital – ist hierfür mein Freund und Helfer. Das besondere ist, die haben so einen tollen Nachtbriefkasten in den ich meine Filme inkl. Auftragzettel einwerfen kann und am nächsten Tag sind sie schon fertig und ich kann sie abholen und falls ich keine Zeit habe schicken sie mir die Negative auch per Post zu. Die komplette Abwicklung geht natürlich auch aus jeder Stadt auf dem Postwege. Und hey, sooft wie ich die schon weiter empfohlen habe, müsste ich Provision oder sowas wie eine Entwicklungsflat bekommen. HSL? Liest hier einer von euch zufällig mit? Ich mach hier einfach so Werbung für euch – sponsert meine Leidenschaft. ;)
Das Labor bietet übrigens den Full-Service inklusive Scannen und Abzüge an.

Ich lass sie die Filme aber wirklich NUR entwickeln – weiter mache ich gerne selbst. :) Und da kommen wir schon zu den Fragen, die am häufigsten gestellt wurden – die Fragen nach dem Scanner, Software usw.

Also ich kann euch nur sagen, wie ich es mache. Ich weiß, dass es High-End-technich eine weite Spanne nach oben gibt – ich selbst habe während meiner Ausbildung eine Meeeeeenge Negative und Dias für Veröffentlichungen und die Druckausgabe auf einem Trommelscanner gescannt und sehr oft die Trommel mit der schönen rosa Paste polliert um schön jeden Krazter im Glas auszubügeln. Wieviel Druckluftspraydosen wir damals in unserer tollen Druckvorstufe verbraucht haben. Nein, ich überlege jetzt nicht, wie lange das her ist, sonst fühle ich mich wieder direkt alt. ;)

Ich gehe jetzt mal vom Otto-Normalverbraucher aus und dass wir die Bilder auflösungstechnisch erstmal nicht größer brauchen auch als die, die aus unseren Digiknipsen kommen. Ganz einfach: Ihr kauft euch einen Flachbettscanner mit Durchlichteinheit und achtet darauf, dass der Scanner euer Filmformat unterstützt. Das war’s schon damit könnt Ihr loslegen. Diese Scanner haben auch schon die nötigen Treiber um auch Filme zu scannen. So einfach ist es.

Geht es aber darum den Workflow zu optimieren und die Scannzeiten + Aufwand gering zu halten + eine Software, die eure Filme direkt (farblich – das gilt auch für SW-Filme) optimal einscannt – gilt leider – was nix kostet ist auch nix. Nehmt einen Scanner, der Silverfast im Lieferumfang hat, das sind meist etwas bessere und teuerere Modelle, die aber auch schneller sind und eine höhere Auflösung haben. Ich kann euch z.B. den Canon Canoscan 9000F, den ich auch benutzt habe – und den, wenn man den bereit ist mehr Geld zu investieren Epson Perfection V700 oder Epson Perfection V750 (benutze ich zur Zeit) empfehlen. Wobei ich gesehen habe das Silverfast für einige weitere Scanner dazugekauft werden kann. Schaut euch HIER um. Vuescan soll alternativ zu Silverfast, wohl auch ganz gut sein – ich selbst, hab diese Software noch nie ausprobiert und kann es von daher nicht bestätigen.

Ja das war’s eigenlich auch schon. Nach dem Scannen seit ihr wieder beim digitalen Bild, dass ihr nur noch, wenn gewünscht, in photoshop entfusseln musst und fertig ist das digitalisierte analoge Bild.

Wie gesagt das alles ist nur mein Weg – und wie bei allem bin ich in dem Bereich der Analogfotografie nicht die allwissende Müllhalde – ganz im Gegenteil – ich „lörne“ auch noch fleißig „beim duing“. ;)

Hier habe ich aber noch einige hilfreiche Links für euch falls ihr selbst entwickeln möchtet:

Habt ihr weitere hilfreiche Tipps? Schickt mir diese und ich erweitere diese Liste.

Ansonsten habe ich das Beste zum Schluss aufgehoben – ein großartiges Buch erreichte mich am Freitag – ich liebe diese Buch, die Fotos, den Text und vor allem den Fotografen und Autor. Ein Buch zur analogen Fotografie für Digitalfotografen. Es geht nicht um die Grundkenntnisse der Fotografie sondern um die Unterschiede und hilft ein Paar dinge zu vergleichen, zu verstehen.

Kennt Ihr Jonathan Canlas – er fotografiert ausschließlich analog, gibt weltweit Workshops (wie gerne ich einen besuchen würde, wenn mein Englisch für etwas mehr als Bücher lesen reichen würde) ;) und hat die Bewegung „Film is not dead“ ins Leben gerufen. So heißt auch sein frisch erschienenes Werk, dass von Amazon mittlerweile auch in Deutschland versendet wird. <3

Der Typ kommt so extrem sympathisch und cool rüber. Seine Art zu schreiben ist auch super!
Nur ein paar Zitate, damit ihr wisst, was ich meine und um einen winzigen Einblick in das Buch zu geben:

„KEEP IT SIMPLE. You don’t need to have every lens available for your camera. Get the job done with the least amount of equipment possible – figure out what works for you an run with it.“

„Wasting film is lame. And somewhere, a unicorn dies for your mistake.“ <3 <3 <3

„As much as I love Kodak’s new Portra line of films, I don’t care about name. I care about final product for my clients and for me and for myself. I am completely dedicated to film, and will shoot whichever film works best for me in a given shooting situation.“

Jonathans Antwort auf die Frage „Why are you so sure film isn’t dead? And won’t be dead really soon?“ – „I film dies, I’ll pick you up on my unicorn and we’ll go check out double rainbows in the land of Goody Goody Gumdrops“ weiter schreibt er „Kodak just dropped a ton of cash into research and development for the new Kodak Portra 400. Plus, the motion picture industry keeps film production alive by buying a million dollars’ worth of film per movie. So long as Hollywood is cranking out motion pictures, Kodak will keep making film.“
Das klingt doch toll, oder? <3

„I don’t trust in-camera meters any more than I trust recently released ex-cons who offer to babysit my kids for free“ – der typ ist doch cool, oder?

Mein Buch-Tipp passend zum Thema. Es richtet sich aber vielleicht aber schon an die, die sich mit der Materie zumindest ansatzweise beschäftigt haben aber nicht unbedingt an die die’s faustdick hinter den Ohren haben – für die ist es aber evtl. ein schönes Fotobuch mit vielen tollen analogen lebensbejaenden ;) meist farbigen Bildern. Ich mag es.

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  • Frank Schmidt

    ….schöner Text und Danke für den Buch-Tip. Hab selbst letzten Sommer angefangen wieder Analog zu fotografieren. Zwar nur mit der alten Voigtländer von meinem Opa aber du hast recht, man braucht keine teure Kamera um schöne Bilder zu machen……
    Bin echt kein Profi und fotografiere nur ab und an wenn ich in der Stimmung bin. Aber ich finde einen gesunden Mix aus Analog und Digital erweitert das Bewusstsein für die Fotografie. Ich mag beide Seiten!

    Schönen Gruß
    Frank

  • Jutta

    schöner Artikel, besonders der Hinweis auf das Fachlabor. Ich entwickle und scanne zwar selber, aber für hochwertige Sachen würde ich ausweichen wollen. Mir geht’s auch so, analog und digital hat beides ihren Reiz. Das auch noch zu kombinieren ist doch perfekt.

  • Danke für diesen schönen Artikel!
    Stehe momentan vor ner Mittelformat-Investition und solche Artikel bestärken so eine Entscheidung ungemein ;)
    Das Buch von Jonathan Canlas steht auch schon länger auf meiner Wunsch- bzw. ToBuy-Liste und ich freu mich drauf es auch bald in den Händen zu halten.

    Danke!

  • Hallo Julia!
    Vielen Dank für deine Sicht der Dinge! Es ist immer wieder schön zu lesen, wie du nicht mit dem Strom schwimmst, sondern dir selber deinen Weg bereitest und den auch gerne offenlegst! <3
    Das Buch ist genau das, was ich jetzt gebrauchen kann – Stoff für analoge Digitalfotografen – ist bestellt ;-)
    Als Linktipp würde ich gerne noch meinen eigenen Workflow (mit Kaffee-Entwicklung) empfehlen. Schau mal, ob du den mit aufnehmen möchtest:
    http://blog.steinkrueger-foto.de/zusammenfassung-meines-analog-foto-workflows/

    Danke!

  • Sehr schöner und persönlicher Text. Da ich noch neu in dem Genre der Fotografie bin, hat mir der Artikel sehr weitergeholfen ;)
    Ich muss mich glaube näher mit analoger Fotografie beschäftigen.

  • […] dem Blog von Julia Fot bin ich heute auf einen interessanten Artikel zur analogen Fotografie gestoßen. Der Artikel ist […]

  • Doreen

    :) Du solltest Bücher schreiben! Ich mag deinen Schreibstil- frei Schnauze und obwohl ich dich nicht persönlich kenne, hab ich das Gefühl ich lese nicht sondern du sitzt vor mir und erzählst. Analog ist prima! Wenn man doch nur viel öfter zeit dazu hätte…

  • Markus

    Toller Artikel, sehr amüsant zu Lesen :)
    Fotografiere auch sehr gerne analog mit meiner kleinen Canon AE1…vielen Dank auch für den Buchtipp!

    PS.: Viel Infos zum Thema “Film selber entwickeln” gibt es auch drüben bei seblock.de – sehr empfehlenswert!

  • Andreas aka rasenad

    Noch ein Labortipp: http://www.farbglanz.de
    Die bieten Entwicklung incl. Scan an, auch für MF, und IMO ist die Scanqualität echt gut.

  • Schöner Artikel, liest sich gut bei einer Tasse Tee am Morgen ;) Vielen Dank auch für die Erwähnung in deinem Beitrag. Finde es einfach toll wie sich dein Blog entwickelt und wächst. Vor allem deine Serie 1Frame hat es mir angetan, toll! Mach weiter so Julia!

  • Wow, ein toller Artikel, ganz großes Kino. Mir gefallen solche Beiträge generell viel besser. Also solche, die mehr mit dem Herz und weniger mit dem Kopf geschrieben sind. Solltest du öfter machen, das liest sich wirklich sehr schön. Musste oft nicken und schmunzeln. Weiter so!

  • ..danke Julia für den tollen Artikel und dein Buchtipp, ist jetzt ganz oben auf meinen Wunschzettel.

  • […] gemacht und mal eben den längsten Blogbeitrag verfasst, den ich je gelesen habe. Schon als “Film is not dead” im Reader auftauchte, war ich gefesselt und verschlang den Text quasi. Viel Spaß beim […]

  • […] Auf dem Blog von Julia Fot bin ich heute auf einen interessanten Artikel zur analogen Fotografie gestoßen. Der Artikel ist […]

  • hey julia, ein lustiger post- du hast wirklich viel herz in diesen artikel gelegt. allerdings bin ich – wie es aussieht als einziger- nicht ganz so eurer meinung. klar, analog war cool. ich habe mit 15 meine erste kamera bekommen, am tag drauf verkündet: “ich werde fotograf” und dies auch eisern umgesetzt und 1000de stunde im eigenen labor verbracht. trotzdem- mit den heutigen, digitalen möglichkeiten geht viel mehr- bis auf gaaaanz wenige ausnahmen. kaum ein pro ( berufs-fotograf ) ist noch analog dabei- zu groß der termindruck der digital verwöhnten kunden. die so angesagten fileffekte wie korn, ränder etc kann man zu 100% digital generieren – und eben noch mehr. aber es ist eben nur meine meinung. btw: dein blog ist wirklich nett – werde ich mir merken!

  • Vielen Dank für deinen Tipp. Hab mir das Buch auch gleich mal bestellt.

  • Stallberger

    Schöner Artikel. Ich glaube die Analogfotografie wird die DSLRs überdauern, jetzt wo die ersten Handys schon 42MPixel haben. :D
    Außerdem sind die Kameras 1000x schöner, da macht schon das Ansehen Spaß.

    Mittelformat (6×6, 120er Filme) geht auch sehr günstig mit einer Pouva Start, 5-10€ bei ihbäy, sehr schöne Vignettierung und Bildanmutung.

  • Ich bemerke immer wieder, dass viele, die entweder schon analog fotografiert haben und nun digital sowie diese, die noch keine analoge Berührungspunkte hatten, den Wunsch hegen, Bits und Bytes zur Seite zu legen und wieder “handgemacht” zu fotografieren. Bei meinen Kindern (26 und 22) wird digital fotografiert, aber, für Urlaub und Segeltörn immer wieder gerne eine analoge SLR (womit sie letztendlich im Alter von 13/14 auch angefangen gaben.
    Ich selber bin bisher im Kauf einer Digitalkamera recht erfolglos gewesen. Die Geräte, die ich kaufte, wurden nie meine Freunde (was nicht an den Cams lag). Zuletzt eine OM-D; sicherlich eine gute, handliche Kamera (was ich sehr schätze), aber sie langweilt mich zu Tode. Nun liegt sie erst einmal im Schrank; im Urlaub waren eine 6×6, eine Meßsucher und eine Polaroid mit.
    Ich weiß nicht, ob die Analogfotografie die DSLR´s überleben wird, aber es wird sie weiterhin geben (auch nach dem schmerzlichen Verlust der Kodaks…). Die Handys werden die kompakten verdrängen, sehr hochwertige spiegellose wie die Fujis werden dem unteren DSLR-Segment schaden.
    Ich sehe dem gelassen zu und drehe bei einer Tasse Kaffee einen TriX in die Hasselblad.

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